Vorstand will eine "ehrliche Reform"

Der neue Vorstand der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), dem erstmals mit Dr. Ute Maier auch eine Frau angehört, wird sich, so der neue KZBV-Chef Löffler, für eine "ehrliche Reform" des deutschen Gesundheitswesens einsetzen. "Wir brauchen im Gesundheitswesen endlich wieder einfache Regelungen. In den Mittelpunkt des Geschehens gehört der verantwortungsbewusste Patient. Er ist der beste Kontrolleur eines Systems, das gegenwärtig immer mehr Gefahr läuft, durch Bürokratie und drastisch überzogene Reglementierungen endgültig handlungsunfähig zu werden", erklärte der mit vier Fünfteln der Delegierten-Stimmen zum Vorsitzenden gewählte Dr. Löffler.

Der neue KZBV-Vorsitzende sieht es als eigenes Ziel, "das Trauerspiel des als zwangsverwaltetes Objekt einer anonymen, Kosten treibenden Kassenbürokratie unmündig gehaltenen Patienten endlich zu beenden". Somit tritt Löffler als Garant für die Fortsetzung der Politik seines Vorgängers Schirbort an. "Für begrenztes Geld kann es keine unbegrenzten Leistungen geben", bestätigt Löffler: "Es muss in der Öffentlichkeit endlich wieder klar werden, dass wir Zahnärzte die an uns gestellten Anforderungen von Qualität und fortschrittlicher Zahnmedizin bereits vorbildlich erfüllen."

Löffler betonte das herausragend gute Vertrauensverhältnis zwischen Patienten und Zahnärzten. Auch das Kostenbewusstsein dieser Berufsgruppe sei positiv zu bewerten: "Wenn es um den vernünftigen Umgang mit den Finanzen im Gesundheitswesen geht, ist keiner so sparsam wie Deutschlands Zahnärzte", erinnert Löffler an die seit 1980 nur um das 1,4fache gestiegenen Kosten im Bereich der zahnärztlichen Versorgung. In anderen Bereichen lägen die Steigerungen weit höher.

Auf Grund der ständig wachsenden medizinischen Möglichkeiten durch deutliche Fortschritte in Forschung und Technik sei es nur logisch, dass das Gesundheitswesen teuerer werde. "Aber auch wenn vieles wünschbar ist: Für die Krankenkassen ist das nicht zum Nulltarif zu haben", warnt der neue KZBV-Vorsitzende. Es sei vielmehr Pflicht für alle Verantwortlichen, den Leistungskatalog der GKV zu durchforsten. Dazu gehöre auch, praktische Lösungen für eine Beschränkung der GKV-Leistungen auf das Notwendige zu erarbeiten.

Mit immer mehr bürokratischen Regelungen sei der Kostensteigerung in den Krankenkassen ohnehin nicht beizukommen. Was der neue KZBV-Vorsitzende will, sei die längst überfällige, grundlegende Neuorientierung im deutschen Gesundheitswesen. Gefordert sei die Stärkung der Arzt-Patienten-Beziehung durch offene Rechnungslegung. Das schaffe die notwendige Transparenz und bewirke gleichzeitig ein Mehr an Selbstverantwortung, so Löffler.


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 29. December 2003