Neuer Zahnärztechef kommt aus Bayern

Konstituierende Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung kürt Dr. Rolf-Jürgen Löffler in Berlin zum Nachfolger von Dr. Karl Horst Schirbort

Mit dem klaren Votum einer 80-Prozent-Mehrheit ausgestattet, tritt der Vorsitzende der bayerischen Kassenzahnärzte, Dr. Rolf-Jürgen Löffler, die Nachfolge von Karl Horst Schirbort an. Schirbort, der seit 1994 die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung führte, verzichtete nach acht Jahren auf eine erneute Kandidatur.

Das höchste Gremium der 55.000 Vertragszahnärzte hat mit Löffler einen überzeugt freiverbandlich orientierten Zahnarzt an die Spitze gewählt, der für eine freie Zahnheilkunde mit einer klaren Trennung von Vertrags- und Wahlleistungen eintritt. Erklärtes Ziel des neuen Bundesvorsitzenden ist es, "künftig den Patienten als eigenverantwortlich Handelnden wieder in den Mittelpunkt zu stellen und nicht als zwangsverwaltetes Objekt einer anonymen, kostentreibenden Kassenbürokratie unmündig zu halten." Ferner ist Löffler auch Garant für eine kontinuierliche Fortsetzung der Politik seines Vorgängers. "Für begrenztes Geld kann es keine unbegrenzten Leistungen geben", greift der neue KZBV-Chef die Gesundheitspolitik der Bundesregierung an. Er plädiert für eine ehrliche Reform des Systems der gesetzlichen Krankenversicherung. Um zu mehr Selbstverantwortung und Transparenz zu kommen, fordert Löffler die Stärkung der Arzt-Patienten-Beziehung durch offene Rechnungslegung. (KZVB)


Startseite leer.gif (845 Byte) nach oben leer.gif (845 Byte)

KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 29. December 2003