5000 Arzneimittel verschwinden vom Markt

Die Apothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern teilt mit, dass ab dem 1. Juli 2003 mehr als 5000 Arzneimittel nicht mehr verschrieben werden dürfen und für immer aus den Regalen der Apotheken verschwinden. Dabei handelt es sich um Medikamente mit so genannter fiktiver Zulassung. Das Arzneimittelgesetz schreibt vor, dass jedes Medikament vor Anwendung umfassend getestet wird und eine Zulassung erhält. Die fiktiv zugelassenen Arzneimittel waren schon vor Inkrafttreten dieses Gesetzes, vor 1978 bzw. zu DDR-Zeiten, auf dem Markt und haben demnach keine reguläre Zulassung. Für eine Zulassung im Nachhinein ist eine zweijährige Übergangsfrist jetzt abgelaufen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte hat so genannte "Löschlisten" erarbeitet, die im Bundesanzeiger und im Internet (http://www.bfarm.de/de/Arzneimittel/nzul_nreg/index.php) veröffentlicht wurden. Ärzte und Apotheker müssen sich über die nach dem 30. Juni 2003 auf dem Markt erhältlichen Arzneimittel informieren und den Patienten nun Alternativen empfehlen.


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 09. January 2004