GKV-Versicherte wandern ab

Immer mehr Versicherte wandern in günstige Betriebskrankenkassen ab oder verlassen mit einem Wechsel in die privaten Kassen die Solidargemeinschaft. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres haben die Betriebskrankenkassen (BKK) rund eine Million neue Versicherte gewonnen - weit mehr als im gesamten Vorjahr.

Auch der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) verzeichnet nach eigenen Angaben mehr Versicherte und gestiegene Beitragseinnahmen. Nach Angaben des Bundesverbandes verzeichneten die Betriebskrankenkassen in diesem Jahr bis einschließlich Oktober ein Plus von rund 700.000 Mitgliedern - hinzu kommen die kostenlos mitversicherten Familienangehörigen, was insgesamt ein Plus von einer Million ergibt.

Im vergangenen Jahr gewannen die BKK rund 490.000 zusätzliche Mitglieder - das entsprach einem Zuwachs von rund sechs Prozent. Die Durchschnittsbeiträge der Betriebskrankenkassen liegen bei knapp 13,2 Prozent, die der gesetzlichen Kassen insgesamt bei rund 14 Prozent. Wie die PKV mitteilten, bilanzierten die 50 Mitgliedsunternehmen des Verbands zum Stichtag 31. Dezember 2001 mit 7,7 Millionen Versicherten einen Zuwachs von knapp 2,9 Prozent. Auch im ersten Halbjahr 2002 sei der Versichertenbestand in der Krankheitsvollversicherung weiter "im Trend des Vorjahres" gewachsen.

Bei den Beitragseinnahmen wurde 2001 ein Plus von 4,9 Prozent auf 21,7 Milliarden Euro erzielt. Für das laufende Jahr wird ein leichter Zuwachs auf 22,9 Milliarden Euro erwartet.


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 29. December 2003