BZÄK warnt vor Zwei-Klassen Medizin

Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) hat vor den Folgen einer Zwei-Klassen-Medizin gewarnt und eine grundlegende Änderung der Finanzierungssysteme angemahnt. "Die derzeitige prozentuale Bezuschussung ist sozial ungerecht und verhindert Innovation", sagte der Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer, Dietmar Oesterreich, beim 11. Zahnärztetag in Rostock.

Notwendig sei ein System mit Festzuschüssen. Jeder Patient habe dann gleiche Chancen und könne am medizinischen Fortschritt teilhaben. Nach dem Bestreben der Zahnärzteschaft soll sich die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Zukunft verstärkt auf die Vorbeugung konzentrieren und zwar in allen Altersstufen. Dies soll auch für den Bereich des Zahnersatzes gelten. Im derzeitigen System werde zwar bei einem einzelnen fehlenden Backenzahn das Beschleifen der beiden Nachbarzähne für eine Brücke bezuschusst, ein Implantat hingegen nicht. "Das grenzt an Körperverletzung", sagte Oesterreich, der durch derartige Regelungen den Patienten von der neuesten Entwicklungen der Wissenschaft abgekoppelt sieht.

(Quelle: ZM Online)


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 29. December 2003