Pressemitteilung der KZV M-V

Festzuschüsse für Zahnersatz gut etabliert

Schwerin, 06.07.2005 – Patienten in Mecklenburg-Vorpommern müssen für ihre Zahnbehandlungen heute nicht tiefer in die Tasche greifen als im vergangenen Jahr, stellte die Kassenzahnärztliche Vereinigung (KZV) heute in Schwerin fest. Das zum 1. Januar 2005 eingeführte System befundbezogener Festzuschüsse für Zahnersatz in der Gesetzlichen Krankenversicherung hat in der Regel zu keinen Mehrbelastungen geführt.

Das neue System, welches ohne Übergangsregelung umgesetzt werden musste, laufe mittlerweile gut und reibungslos in den Praxen, nachdem in den ersten Monaten deutlich weniger Patienten ihren Zahnarzt aufgesucht hätten.

Das lag zum Einen daran, dass es Ende letzten Jahres einen Boom im Bereich Zahnersatz gegeben habe und somit die Nachfrage zu Beginn des Jahres nachließ. Zum Anderen wirkt sich die Praxisgebühr – wie im Vorjahr auch schon im ersten Quartal – negativ auf die Zahl der Praxisbesuche aus.

Für Härtefälle gibt es wie bereits in den vergangenen Jahren auch die Regelversorgung im Zahnersatzbereich weiterhin umsonst. Patienten mit niedrigen Einkünften müssen also keine Angst vor zu hohen Zuzahlungskosten haben.

Vor der Einholung von Zweitmeinungen über das Internet sei von seiten der Kassenzahnärztlichen Vereinigung ausdrücklich gewarnt. Ein sogenannter „Marktplatz für Zahnarztleistungen“ offeriert Patienten, einen von ihrem Zahnarzt erstellten Heil- und Kostenplan von anderen Zahnärzten unterbieten zu lassen. Dabei entstände ein Plan zu günstigeren Kosten, ohne dass der Patient vom diesem Zahnarzt untersucht wurde. Wie der gesamte Mundgesundheitszustand des Patienten genau aussieht, entzieht sich dem mitbietenden Zahnarzt bei dem anonymen Verfahren zwangsläufig. Diese Versteigerungen von Gesundheitsleistungen können auf Dauer zu keinem Erfolg führen. Der Verlust einer auf Kontinuität und Vertrauen basierenden gewachsenen Beziehung zu seinem Zahnarzt kann für den Patienten erhebliche Probleme bei einer notwendigen Weiterbehandlung nach sich ziehen, denn der Zahngesundheitszustand ist als komplexes System zu berücksichtigen.

Darüber hinaus distanziert sich die KZV von den Äußerungen des langjährigen Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Zahntechniker-Innungen, Lutz Wolf, deren Vorwürfe gegen ein das neu eingeführte Festzuschusssystem einzig und allein der Verunsicherung der Patienten diene und der Sicherung eigener Ressourcen.


Für Rückfragen:

Dr. Manfred Krohn
Öffentlichkeitsarbeit im Vorstand der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern
Bei der Marienkirche 24
18055 Rostock
Tel.: 0381 / 49 34 341
Fax: 0381 / 45 82 485
E-mail: dr.manfred.krohn@t-online.de


Kerstin Abeln
Kassenzahnärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern
Wismarsche Straße 304
19055 Schwerin
Tel.: 0385 / 54 92 103
Fax: 0385 / 54 92 498
E-mail: oeffentlichkeitsarbeit@kzvmv.de


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 06. Juli 2005