Kosten für zahntechnische Leistungen müssen angemessen sein

Die Material- und Laborkosten bei einer privatzahnärztlichen Behandlung müssen angemessen sein. So das Amtsgericht München, das mit diesem Urteil die Klage eines Zahnarztes auf einen Restbetrag abwies. Ein Privatpatient hatte die Summe als zu hoch bewertet und die Zahlung verweigert (Aktenzeichen 217 C 2835/02).

In dem Streitfall hatte sich ein Münchener das Gebiss sanieren und teilweise komplizierte Einlagefüllungen (Inlays) einsetzen lassen. Die Rechnung an den Patienten dafür betrug fast 7700 Euro, mit darin enthalten 3830 Euro Material- und Laborkosten. Der Patient zahlte davon 997 Euro nicht. Das rein zahnärztliche Honorar war davon nicht betroffen. Das Amtsgericht gab dem Patienten Recht. Das Gericht begründete seine Entscheidung mit den Worten: Ein Anspruch des privat behandelnden Arztes auf Erstattung der Material- und Laborkosten könne sich nur auf die Gebührenordnung für Zahnärzte stützen.

Die in der gesetzlichen Krankenversicherung für gewerbliche Labore vereinbarten Höchstpreise seien bei der Beurteilung der Angemessenheit für zahntechnische Leistungen für Privatpatienten von großer Bedeutung, dürften aber nicht überschritten werden. Solange nicht ganz „außergewöhnliche zahntechnische Schwierigkeiten zu beheben seien, seien die in der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlten Preise auch der „übliche Preis“ für privat bezahlte zahntechnische Leistungen, stellte das Gericht für den Streifall in Abrede. Das Urteil ist aber noch nicht rechtskräftig.


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 29. December 2003