Karieshemmung durch lokale Fluoridierung am effektivsten

Die DGZMK bietet als Hilfestellung für Eltern zum Thema Fluoridierung von Kinderzähnen den neuen Ratgeber "Kariesvorbeugung bei Milchzähnen" an. Altersgerechte Fluoridierungsmaßnahmen und die Bedeutung von Milchzähnen als Platzhalter für die bleibenden Zähne werden ebenso erläutert wie die Kariesentstehung. Darüber hinaus erhalten Eltern Tipps zu Ernährung, Motivation zum Zähneputzen und richtiger Putztechnik.

"Der Kariesschutz mit Fluorid ist am effektivsten, wenn das Fluorid in direkten Kontakt mit dem Zahnschmelz kommt. Dies belegen zahlreiche Untersuchungen der letzten Jahre zur Wirkweise von Fluorid", erläuterte Professor Dr. Elmar Hellwig, Freiburg, jetzt anlässlich einer Pressekonferenz zur 126. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e. V. (DGZMK) in Hannover. "Der lokale Einsatz von Fluorid ist daher der systemischen Zufuhr vorzuziehen."

Diese aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse erforderten eine Anpassung der Empfehlungen zahnmedizinischer Fachgesellschaften zur Kariesprophylaxe mit Fluoriden, wie sie bereits in vielen anderen westlichen Industrieländern vorgenommen wurde. Die DGZMK empfiehlt in ihrer wissenschaftlichen Stellungnahme, die Karies-prophylaxe mit Durchbruch der ersten Milchzähne zu beginnen. Dabei sollen die Zähnchen einmal täglich mit einer höchstens erbsengroßen Menge fluoridhaltiger Kinderzahnpasta (500 ppm Fluorid) geputzt werden, ab dem zweiten Geburtstag zweimal täglich. Mit dem Schuleintritt sollte eine Zahnpasta mit einem Fluoridgehalt von 1000 bis 1500 ppm verwendet werden. Die DGZMK fordert in ihrer Stellungnahme auch die Aufklärung der Eltern: "Die Eltern müssen umfassend über die Anwendung von Fluoriden informiert werden", so Hellwig.

Die Broschüre "Kariesvorbeugung bei Milchzähnen", die mit Unterstützung der elmex Forschung erstellt wurde, kann kostenlos angefordert werden beim GABA Beratungs-Service,

Postfach 2420, 79514 Lörrach,
Telefax 07621/907124.

(Quelle: ZM Online)


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 29. December 2003