Kassenärzte fordern realistische Verhältnisse

Thüringer SPD ist gegen Grund- und Wahlleistungen

Thüringens SPD-Landtagsfraktion lehnt Grund- und Wahlleistungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ab. Damit reagiert sie auf die Forderung des Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringens, Karl Gröschel. Er hatte eine solche Regelung als Bestandteil einer überfälligen Gesundheitsreform vorgeschlagen.

„Wir müssen die Solidargemeinschaft im Gesundheitswesen unbedingt stärken“, so die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion. Sie warnte vor einem Gesundheitssystem, dessen gesamte Leistungen nur den Wohlhabenden zur Verfügung stünden. Gröschel hatte realistische Verhältnisse im Gesundheitswesen gefordert, wozu auch ein Umdenken der Versicherten gehöre und für die Einführung von Grund- und Wahlleistungen in der GKV plädiert. Die SPD erteilte auch der von Gröschel geforderten besseren finanziellen Ausstattung von Krankenkassen eine Absage. Das vorhandene Geld müsse effektiver eingesetzt werden. Die Einführung von gezielteren Behandlungsprogrammen als bisher sei deshalb ein Schritt in die richtige Richtung.


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 29. December 2003