Sozialminister Repnik (CDU) fordert Patientenquittung bei Arzt-Abrechnungen

Um Abrechnungsbetrug einzudämmen, forderte Baden-Württembergs Sozialminister Friedhelm Repnik (CDU) die Einführung einer Patientenquittung. Repnik reagierte am vergangenen Mittwoch damit auf die Angaben der Krankenkassen, wonach durch falsche Abrechnungen von Ärzten jährlich eine Milliarde Euro Schaden im Gesundheitswesen entstünde. Werner Baumgärtner, Vorsitzender der Vertragszahnärztlichen Vereinigung Nordwürttemberg (VVNW) forderte eine feste Gebührenordnung für ärztliche Leistungen und Kostenerstattung.

Repnik sagte: „Abrechnungsbetrug und Mauscheleien drohen unser gesamtes Gesundheitswesen und insbesondere die im Mittelpunkt der Kritik stehenden Ärzteschaft in Misskredit bringen.“ Weiterhin meinte er, müsse der Patient daher nach jdem Arztbesuch noch in der Praxis eine Quittung erhalten, auf der die Leistungen verständlich beschrieben und mit den jeweils entstehenden Kosten versehen würden.

Baumgärtner nannte die Schätzungen der Kassen „absurd“. Die Öffentlichkeit werde durch die Hochrechnung bewusst irre geführt, an den Ärzten würde Rufmord begangen. Die Krankenkassen würden den Ärzten keine abgerechneten Leistungen vergüten, sondern den Kven nur Kopfpauschalen bezahlen. Die Kven bezahlten diese wiederum den Ärzten aus. „Ob die Ärzte mehr oder weniger abrechnen ist kein Kostenfaktor für die Kassen“, so Baumgärtner. Ärzte, die falsch abrechneten, schädigten nur die eigenen Kollegen, aber nicht die Krankenkassen.


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 29. December 2003