Hartmannbund verteidigt gestiegene Arzneiausgaben

Die gestiegenen Ausgaben für Arzneimittel in der gesetzlichen Krankenversicherung erklären sich nach Ansicht des Hartmannbundes daraus, dass Ärzte in ihrer Verantwortung für die Patienten auch teure Innovationen verschrieben haben, die nicht durch preiswertere Generika ersetzt werden können. Dr. med. Hans-Jürgen Thomas, Vorsitzender des Hartmannbundes warnte davor, die gestiegenen Arzneimittel-Ausgaben mit einem ungezügelten Verordnungs-Verhalten der Ärzte erklären zu wollen.

Es wäre verantwortungslos, so Thomas, Patienten erfolgreiche Weiterentwicklungen in der medizinischen und pharmazeutischen Forschung allein aus ökonomischen Zwängen vorenthalten zu wollen: "Die Ärzte sind zuallererst dem Wohl ihrer Patienten verpflichtet und das führt zwingend dazu, dass unter selbstverständlicher Beachtung des wirtschaftlichen Verordnungs-Verhaltens auch hochpreisige Medikamente verordnet werden müssen." Vor diesem Hintergrund von einem "rasanten Anstieg der Arzneimittel-Ausgaben" zu sprechen, wie Staatssekretär Klaus-Theo Schröder es getan habe, trage nicht zur Versachlichung der Diskussion bei, befand der Hartmannbund-Vorsitzende, für den es unstrittig ist, dass "mehr Geld ins System fließen muss - das sind Politik und Gesellschaft dem medizinischen Fortschritt und der demographischen Entwicklung einfach schuldig."

(Quelle: ZM-Online)


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Letzte Änderung: 09. January 2004