Pressemitteilung

Mehr Implantate durch neue Zahnersatz-Festzuschüsse

Seit 2005 gibt es für gesetzlich Krankenversicherte die neuen Regeln für den Zahnersatz. Nach Anfangsschwierigkeiten haben sich bei den Patienten die Vorteile des neuen Festzuschusssystems durchgesetzt. Die gesetzlich versicherten Patienten haben mehr Wahlfreiheit als bisher.

Grundsätzlich gilt: die Krankenkasse übernimmt 50 Prozent der Regelversorgung. Ist der Zahnersatz aufwendiger als medizinisch notwendig, dann zahlt der Patient den Rest aus eigener Tasche.

Ein Beispiel: Es fehlen im rechten Unterkiefer lediglich die hinteren Backenzähne, alle anderen Zähne sind noch vorhanden und gesund bzw. saniert. Die festgeschriebene Regelversorgung für diesen Befund ist die herausnehmbare Modellgussprothese. Kostenpunkt: ca. 560 Euro, der von der Krankenkasse zu zahlende Festzuschuss beträgt 278,11 Euro.

Nicht vergessen: Der regelmäßig erworbene Bonus erhöht die Kassenleistung.

Der Patient kann sich auch für ein Implantat entscheiden, das ihm die Eingliederung einer festsitzenden Brücke ermöglicht. Bis Anfang 2005 hat die gesetzliche Krankenkasse in diesem Fall für solch eine Brücke keinen Cent gezahlt. Jetzt übernimmt sie dafür den Festzuschuss und zwar in Höhe der Regelversorgung.

Durch diese neue Regelung ist die Zahl der Implantate 2005 in M-V angestiegen. Anhand der vorliegenden Abrechnungen ist abzuleiten, dass rund ein Drittel der sogenannten andersartigen Versorgungsformen implantatgetragen sind. "Ein deutlicheres Indiz, dass alle Menschen unseres Landes damit Zugang zu den modernen, dem aktuellen wissenschaftlichen Stand entsprechende Therapien haben, gibt es nicht", so Wolfgang Abeln, Vorstandsvorsitzender der KZV in Mecklenburg-Vorpommern.

Wichtig bei den neuen Regelungen ist das Gespräch mit dem Zahnarzt über die verschiedenen Versorgungsmöglichkeiten. Für unschlüssige Patienten steht eine zahnärztliche Patientenberatungsstelle (Telefonnummer 0180 – 5 923 463) zur Verfügung.

Übrigens im internationalen Vergleich sind wir mit dieser Zahnersatzregelung hervorragend. Der Vorstandsvorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung Dr. Jürgen Fedderwitz: "In EU-Staaten wie Dänemark oder Italien ist Zahnersatz überhaupt nicht versichert. In der Schweiz oder in Holland, dessen System im Moment in aller Munde ist, ist der Leistungskatalog viel eingeschränkter als bei uns. Mit unserem System sind wir vorneweg."

Für Rückfragen:


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 10. April 2006