Gemeinsame Pressemitteilung der KZV M-V und Zahnärztekammer M-V

Weitere deutliche Verbesserung der Mundgesundheit bei Kindern und Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern

Schwerin, 10.5.2005 - Die Mundgesundheit der Kinder und Jugendlichen in Mecklenburg-Vorpommern hat sich auch in den vergangenen vier Jahren deutlich verbessert.

Die Auswertungen von im Rahmen eines bundesweiten Projektes durchgeführten epidemiologischen Begleituntersuchungen zur Gruppenprophylaxe belegen einen statistisch signifikant anhaltenden Trend des Rückgangs in der Kariesverbreitung.

Der DMF-T-Index, der die Summe der kariösen, gezogenen und gefüllten Zähne ermittelt, lag im Jahr 2004 für 12 - 13jährige Kinder  bei 1,42. Damit wurde der von der WHO geforderte Wert (kleiner 2 DMF-T) in Mecklenburg-Vorpommern deutlich unterschritten. Bedenkt man, dass dieser Wert 1985 (Untersuchungsergebnisse aus den drei ehemaligen Nordbezirken der DDR) bei 4,8 DMF-T lag und 1995 noch 3,5 DMF-T sowie 2000 1,95 DMF-T betrug, ist diese Entwicklung umso beachtlicher.

Bei den 6-7-Jährigen konnte ebenfalls ein Kariesrückgang verzeichnet werden. Der Anteil der Schulanfänger mit kariesfreien Milchzähnen stieg von 20 % im Jahr 1995 über 36,2 % im Jahr 2000 auf 42 % im Jahr 2004.

Wie bei den vorausgegangenen Untersuchungen musste jedoch auch 2004 eine deutliche Polarisation des Kariesbefalls festgestellt werden. So sind ca. 20% der 5 – 6-jährigen eindeutig  der Gruppe mit hohem Kariesrisiko zuzuordnen. Ein Zusammenhang mit dem sozialen Status dieser Kinder ist nachweisbar.

„Die Erfolge“, so der Präsident der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Dietmar Oesterreich “, sind vornehmlich auf die Wirkung von Fluoriden über Zahnpasten und Speisesalz sowie auf die in den zahnärztlichen Praxen durchgeführte Individualprophylaxe zurückzuführen. Gleichzeitig spiegeln sich in diesen Zahlen die systematisch verstärkten Anstrengungen in der Gruppenprophylaxe in unserem Bundesland wieder.“

Auch wenn die gesamte Entwicklung des Kariesgeschehens in Mecklenburg-Vorpommern sehr positiv einzuschätzen ist, so stellen noch verstärkt die Karies-Risikogruppen die größte Herausforderung  dar. Gruppen- und Individualprophylaxe gilt es auch in Zukunft vermehrt auf diese Zielgruppen auszurichten.  

Dabei ist der  von den beiden zahnärztlichen Körperschaften finanzierte und 2004 eingeführte zahnärztliche Kinderpass eine wichtige Maßnahme und soll die komplexe zahnärztliche Vorsorge von der Schwangerschaft bis hin zum Schulbeginn unterstützen.

Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang die gute Zusammenarbeit mit den Frauen- und Kinderärzten unseres Landes.

Auch wenn in Mecklenburg-Vorpommern im nationalen oder internationalen Vergleich bezüglich der Kariesverbreitung noch keine Spitzenposition erreicht werden konnte, so hat sich der Abstand zu den führenden Ländern doch deutlich verringert, vor allem auch unter Berücksichtigung des hohen Ausgangsniveaus in Mecklenburg-Vorpommern. Der detaillierte Vergleich der einzelnen Bundesländer wird im Herbst 2005 vorliegen.

Für Rückfragen:

Dr. Dietmar Oesterreich
Präsident der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern und Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer
Schultetusstr. 22
17153 Stavenhagen
Tel.: 039954-22185 bzw. 0172-3810108

Dr. Manfred Krohn
Öffentlichkeitsarbeit im Vorstand der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern
Bei der Marienkirche 24
18055 Rostock
Tel.: 0381 / 49 34 341
Fax: 0381 / 45 82 485
E-mail: dr.manfred.krohn@t-online.de



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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 10.Mai 2005