Mehr fälschungssichere Chipkarten gefordert

Gesundheitsstaatssekretärin Marion Caspers-Merck hat eine fälschungssichere und "intelligente" Patienten- Chipkarte gefordert. "Bei der Gesundheitsstrukturreform wollen wir die Elektronik stärker nutzen", so die SPD-Bundestagsabgeordnete. Der Schaden durch den Missbrauch von Patienten-Karten könne bundesweit bis zu einer Milliarde Euro betragen.

Bisher sei es in das Ermessen der Kassen gestellt, schwerer nachzuahmende Chipkarten mit Passbildern auszugeben. Die AOK Baden- Württemberg beispielsweise habe bereits ein Drittel ihrer Versicherten mit Ausweisen dieser Art ausgerüstet. "Das möchten wir gerne ausweiten", sagte Caspers-Merck. Die Krankenversicherungen könnten Anreize schaffen, um auch junge und gesunde Mitglieder dazu zu bewegen, sich einen fälschungssicheren Ausweis zuzulegen. Ferner sollten die Patientenkarten künftig Daten für Notfälle enthalten, wie etwa die Blutgruppe oder Hinweise auf Allergien. "Bei einem Unfall nützt das Lichtbild allein nichts", meinte die Parlamentarische Staatssekretärin. Die Krankenkassen und die Kassenärztlichen Vereinigungen sollten aber auch von sich aus schärfer gegen Missbrauch vorgehen. Darüber hinaus sprach sich Caspers-Merck für eine elektronische Patientenakte aus, um Doppeluntersuchungen zu vermeiden. Probleme mit dem Datenschutz erwarte sie dabei nicht: "Der Patient muss Herr der Daten bleiben, dann machen die Leute auch mit."

(Quelle: ZM-Online)


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 09. January 2004