SPD-Rezept rettet das Gesundheitswesen nicht - KZBV kritisiert miserable Qualität und chaotisches Zeitmanagement

"Das ist keine Reform. Es fehlen zielführende Ansätze für eine dauerhaft finanzierbare Gesundheitsversorgung." Mit dieser Einschätzung zur Schmidt-Reform unterstreicht der Vorsitzende der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV), Dr. Rolf-Jürgen Löffler, dass eine einseitige Betrachtung der Ausgabenseite ohne die Finanzierungsreform der Rürup-Kommission unrealistisch sei. Außerdem kritisiert er das chaotische Zeitmanagement der von schlechten Wahlergebnissen gehetzten Ministerin. Von Qualität könne man in diesem Zusammenhang weder organisatorisch noch inhaltlich reden. Es mache sich vielmehr ein Eindruck von Hilflosigkeit breit.

"Wir brauchen einen großen Wurf. Eine gründliche Reform, die diesen Namen verdient. Mittlerweile haben alle maßgeblichen Akteure im Gesundheitswesen erkannt, dass ein Mehr an Eigenverantwortung unumgänglich ist. Frau Schmidt ist auf dem falschen Dampfer", so Löffler. Es wäre höchste Zeit, dass sie sich mit den Vorschlägen der Opposition auseinandersetze, damit das Gesundheitssystem nicht vollends vor die Wand gefahren würde.

Die Zahnärzteschaft habe ihre Bereitschaft zu einschneidenden und wirkungsvollen Reformen auf dem Silberteller serviert. "Die zahnärztliche Versorgung ist kein unkalkulierbares Lebensrisiko. Sie gehört nicht in den Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung. Lassen Sie die Versicherten über ihr eigenes Geld verfügen, damit sie sich selbstständig absichern können", fordert Löffler.

(Quelle: KZBV)


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 09. January 2004