Zahnärzte gegen GMG

Kassenzahnärztliche Vereinigungen (KZVs) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) lehnen GMG einstimmig ab

Köln, 10. März 2003 - In ihrer gemeinsamen Sitzung am 7. und 8. März 2003 beschlossen die Vorsitzenden der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVs) und die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) folgendes Positionspapier:

Die Vorsitzenden der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZVs) in Deutschland und der Vorstand der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) sehen in dem Entwurf eines "Gesundheitssystemmodernisierungsgesetzes (GMG)" den falschen Lösungsansatz für die überfälligen Reformen in der GKV.

Für die ambulante ärztliche und zahnärztliche Versorgung droht der Einstieg in eine Staatsmedizin nach englischen Verhältnissen:
Der Ausbau kostenträchtiger bürokratischer Verwaltungs- und Kontrollinstanzen, die Aushebelung der (zahn-)ärztlichen Selbstverwaltung durch einseitigen Machtzuwachs der Krankenkassen und Ausbau staatlicher Interventionsmöglichkeiten sowie die Einengung der (zahn-)ärztlichen Berufsausübung und der Wiederaufbau von Poliklinikstrukturen nach DDR-Vorbild werden abgelehnt.

Ein solches Gesetz verbessert weder die Versorgung der Patienten, noch vermindert es die Nöte der GKV; also, es hilft weder dem Patienten noch dem System.

Daher begrüßen die Vorsitzenden der KZVs und der Vorstand der KZBV Vorschläge aus dem politischen Raum, die eine Überführung von Leistungen der Zahnheilkunde (ZHK) in den privaten Versicherungsbereich zum Ziel haben.

Nach der gemeinsamen Auffassung kommt es aber dabei entscheidend auf die Gestaltung der Rahmenbedingungen an.

Diesen Forderungen wird das von der Zahnärzteschaft entwickelte befundorientierte Festzuschussmodell in besonderem Maße gerecht. Es ist gleichermaßen innerhalb und außerhalb der GKV anwendbar.

(Quelle: KZBV)


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 09. January 2004