Anhaltendes Wechselfieber – BKK – halbe Million Mitglieder Zugewinn

Immer mehr Kassenversicherte wandern trotz der geänderten Kündigungsfristen von den teuren Großkassen zu den preiswerteren Betriebskrankenkassen (BKK) ab. Die BKK‘s gewannen in den ersten sieben Monaten 2002 erneut 485 000 Mitglieder dazu. Die Orts- und Ersatzkassen mussten dagegen wieder Verluste hinnehmen, bleiben aber die beiden mitgliederstärksten Kassenarten, so zeigt es die neue Mitgliederstatistik. Nach dieser Statistik sind die BKK‘s mit 9,4 Millionen Mitgliedern und einem Marktanteil von 18,5 % die drittgrößte gesetzliche Kassenart.

Die gesetzliche Krankenversicherung muss insgesamt einen Mitgliederschwund verbuchen. So sank die Mitgliederzahl aller GKVen seit Dezember 2001 um rund 380 000 auf 50,8 Millionen. Laut BKK-Bundesverband dürften die meisten zu privaten Krankenkassen gewechselt sein. Den gesetzlichen Kassen gingen als Folge Einnahmen von einer Milliarde Euro im Jahr verloren. Die Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte Ende 2001 angekündigt, dass die SPD bei einer Wiederwahl den Wechsel zu den Privatkassen für neue Versicherte erschweren will.

Damit weniger Versicherte von den teureren Volkskassen zu den BKK flüchten, hatte Ulla Schmidt 2001 die Fristen für den Kassenwechsel geändert.


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 29. December 2003