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Pressemitteilung

Rürup und kein Ende

Vorschläge gehen in die falsche Richtung

Schwerin, 14.04.2003 – Monatelang hatte die Rürup-Kommission die Nation unterhalten mit immer neuen Vorschlägen zur Reformierung des Gesundheitswesens. Vermutlich hätte das Geld, welches die Kommission gekostet hat, eher der GKV helfen können als nunmehr die gemachten Vorschläge. Gespart werden soll nämlich ausschließlich bei den Kranken, Behinderten und älteren Menschen. Diese sind es, die Gesundheitsleistungen in hohem Maß benötigen und nach Rürup-Plänen einseitig zur Kasse gebeten werden sollen.

Größter Kritikpunkt der Vorschläge: 15 Euro Eintrittsgeld bei jedem Besuch des Arztes. Statt, wie von Ärzteverbänden favorisiert, vermehrt zu Vorsorgeuntersuchungen den Arzt aufzusuchen, wird der Patient auch bei Beschwerden abwägen, ob er den kostspieligen Weg in die Arztpraxis geht. Dies berge die Gefahr, dass Patienten aus Kostengründen Krankheiten verschleppen.

Die Zahnärzte empfehlen daher das der Politik vorgelegte Modell von befundorientierten Festzuschüssen in der zahnärztlichen Versorgung. Danach bekommt der Patient eine standardisierte Leistung von seiner Kasse als Zuschuss, kann jedoch eine höherwertige Versorgung in Anspruch nehmen. Damit soll die bisherige Zuschussgewährung der gesetzlichen Krankenkassen gerechter gestaltet werden. Der Patient kann darüber hinaus am medizinischen Fortschritt teilhaben. Es ist ein zukunftssicheres und patientenorientiertes Konzept.

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Letzte Änderung: 09. January 2004