DAK: Bewährte Versorgung

Die Mehrheit der Deutschen will am bisherigen System der solidarischen gesetzlichen Krankenversicherung festhalten. Drei Viertel der Bundesbürger lehnen eine Aufsplittung des Versicherungsschutzes in Grund- und Wahlleistungen ab, das zeigt das Ergebnis einer am Dienstag in Hamburg veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Angestellten Krankenkasse (DAK).

Nur 14 Prozent der Befragten sprachen sich demnach dafür aus, dass die Krankenkassen künftig eine Grundversorgung bezahlen und weitergehende Leistungen zusätzlich versichert werden müssen. Lediglich 8 Prozent stimmten dafür, das bisherige System komplett abzuschaffen, damit jeder sein Krankheitsrisiko individuell absichert. DAK-Vorstandschef Hansjoachim Fruschki kommentierte die Ergebnisse: „Die Bürger erkennen, dass sich das System der solidarischen Krankenversicherung bewährt hat.“ Allerdings erwarteten die Versicherten „umgehende Reformen“.

Obwohl die Bürger das System erhalten wollten, beurteilten sie die Entwicklung der Gesundheitsversorgung mehrheitlich pessimistisch. Von den 1000 Befragten erwarteten 87 Prozent höhere Krankenkassenbeiträge. Weiter ergab die Umfrage, dass vier von fünf Deutschen nach eigenen Angaben davon aus gehen, dass es verstärkt zu einer Zwei-Klassen-Medizin kommen wird, weil sich nicht mehr jeder eine umfassende medizinische Versorgung leisten könne. Steigende Zuzahlungen für Medikamente erwarten knapp drei Viertel der Befragten.


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 29. December 2003