Verfassungsrechtler: Aut-Idem-Gesetz nicht vollzugsfähig

Nach Auffassung des Stuttgarter Verfassungsrechtlers Prof. Rüdiger Zuck ist die geltende Aut-idem-Gesetzesvorschrift bei der Medikamentenverordnung   nicht vollzugsfähig. Mit der Aut-idem-Vorschrift soll der Arzt nur einen Wirkstoff verschreiben und der Apotheker daraufhin das kostengünstigste Medikament abgeben.

Im Auftrag des Deutschen Generikaverbands kommt der Jurist zu dem Urteil, dass der Apotheker kein anderes wirkstoffgleiches Mittel (aut-idem) abgeben dürfe, so lange die im Gesetz festgelegten Grundlagen für die Umsetzung des Gesetzes nicht gegeben seien. Die alte Regelung gelte nach Zucks rechtlicher Auffassung weiter.

Somit widerspricht der Verfassungsrechtler der Auffassung des Bundesgesundheitsministeriums, das Gesetz könne schon jetzt teilweise angewendet werden. Er empfiehlt den Ärzten, in jedem Fall das "Aut-idem-Feld" auf dem Rezept wegzustreichen und zusätzlich "keine Substitution" zu vermerken. Nur so erhalte der Patient auch wirklich das vom Arzt gewünschte Präparat. (dpa)


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 29. December 2003