Kompromiss im Ersatzkassenstreit

Ab sofort werden Ersatzkassenpatienten in Bayern von ihren Vertragszahnärzten wieder auf Chipkarte behandelt. In einer Nachtsitzung hat der Vorstand der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) dem Kompromissvorschlag des bayerischen Sozialministeriums zugestimmt.

"Wenn die Ersatzkassen, wie bereits mündlich im Ministerium verbindlich zugesagt, ebenfalls den Kompromissvorschlag unterzeichnen, dann ist die Kuh endgültig vom Eis", so Dr. Rolf-Jürgen Löffler, Vorsitzender der KZVB und der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung.
Man habe im Interesse der Ersatzkassenversicherten Patienten verbleibende Bedenken hintenangestellt, betonte Dr. Manfred Kinner, 2. Vorsitzender der KZVB. Für die Zahnärzte bringe das Ergebnis Planungssicherheit, da eine Vertragsregelung über einen Gesamtzeitraum von 2001 bis 2003 erzielt werde, "ohne das auf die Praxen im Nachhinein unkalkulierbare Rückzahlungsforderungen zukommen", so Kinner. Gleichzeitig sollen alle anhängigen rechtlichen Verfahren einschließlich der Oberpfälzer Kassenentzugsverfahren eingestellt werden.
Die Ersatzkassen hatten in der Zusammenarbeit mit den bayerischen Zahnärzten jahrelang eine Budgetanpassung verweigert und gültige Schiedsamtssprüche nicht akzeptiert. Daraufhin hatte die KZVB Anfang Februar begonnen, für Ersatzkassenversicherte die Behandlung auf Chipkarte einzustellen und auf Kostenerstattung überzugehen.

(Quelle: ZM-Online)


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 09. January 2004