Schröder redet viel, sagt aber wenig

"Weitreichende Veränderung" im Gesundheitssystem hat Bundeskanzler Gerhard Schröder angekündigt. Es gehe nicht darum, eine Zwei-Klassen-Medizin zuzulassen, sondern darum, ein solidarisches Gesundheitssystem zu erhalten, so Schröder auf dem SPD-Parteitag. "Was wir in den letzten Monaten - insbesondere von einem Teil der Leistungserbringer - erleben mußten, das hatte nichts mit Solidarität zu tun", stellte Schröder klar.

"Das war Interessenpolitik, und das ist nicht unsere Sache." Die SPD werde nicht zulassen, daß Partikularinteressen die Politik bestimmten, so der Bundeskanzler. Konkrete Vorschläge machte Schröder jedoch nicht. Im Koalitionsvertrag ist ein Sparkonzept skizziert, das sowohl den Arzneimittelbereich, wie auch die Verwaltungsausgaben der Kassen betrifft. Wo die Krankenkassen in Zukunft bei den eigenen Kosten den Rotstift ansetzen müssen, ist noch nicht geklärt. Nach ersten Gesprächen zwischen Bundesgesundheitsministerium und Kassenvertretern werde darüber noch verhandelt, berichtet die Ärztezeitung. Im ersten Halbjahr 2002 ist vier Prozent mehr Geld in die Kassenbürokratie geflossen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 09. January 2004