Sozialministerin Dr. Marianne Linke (PDS) gegen Streichung des Krankengeldes

"Die Streichung des Krankengeldes aus dem Katalog der gesetzlichen Krankenversicherung ist sozial unausgewogen und wird zu einer weiteren Kostenexplosion führen. Wer hier Hand anlegt, beendet 120 Jahre Gesundheitspolitik. Wir reden hier nicht über irgendeinen Punkt auf einer Streichliste, sondern über den Kern der solidarischen Krankenversicherung." , sagte Sozialministerin Dr. Marianne Linke zu den aktuellen Vorschlägen von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) zum Krankengeld.
Die Ministerin wies darauf hin, dass die Absicherung des Krankengeldes über eine private Versicherung nach ihrer Einschätzung teurer als das bisherige System werde. Es sei bei den Privaten mit höheren Verwaltungskosten im Hinblick auf die neue Einrichtung dieser Versicherung zu rechnen. Zudem müsse mit den Gewinnerwartungen der privaten Krankenversicherung kalkuliert werden.

"Bundeskanzler Schröder hat diese Probleme bei seiner Regierungserklärung am 14.03. 2003 offenbar übersehen. Auch die Ankündigung der Bundesgesundheitsministerin, das Krankengeld in Form einer Extraversicherung bei den gesetzlichen Kassen zu belassen, aber nicht mehr hälftig durch Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu finanzieren, löst die Probleme nicht", so Sozialministerin Dr. Marianne Linke (PDS).
"Der Abschied aus der sozialen Symmetrie beim Krankengeld ist der Sündenfall. Wird das in diesem Punkt Realität, ist das Tor für weitere einseitige Belastungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer weit offen. Die Krankenversicherung sollte solidarisch und paritätisch finanziert bleiben. Das hat sich bewährt."

(Quelle: Sozialministerium MV)


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Letzte Änderung: 09. January 2004