Pressemitteilung KZV M-V

Keine Angst vor Zahnersatzbehandlungen

Schwerin, 28.04.2005 – Patienten in Mecklenburg-Vorpommern müssen für ihre Zahnbehandlungen heute nicht tiefer in die Tasche greifen als im vergangenen Jahr, stellte die Kassenzahnärztliche Vereinigung heute in Schwerin fest. Das zum 1. Januar 2005 eingeführte System befundbezogener Festzuschüsse für Zahnersatz in der Gesetzlichen Krankenversicherung hat in der Regel zu keinen Mehrbelastungen geführt.

Das neue System, welches ohne Übergangsregelung umgesetzt werden musste, laufe mittlerweile gut und reibungslos in den Praxen, nachdem in den ersten Monaten deutlich weniger Patienten ihren Zahnarzt aufgesucht hätten.

Das lag zum Einen daran, dass es Ende letzten Jahres einen Boom im Bereich Zahnersatz gegeben habe und somit die Nachfrage zu Beginn des Jahres nachließ. Zum Anderen wirkt sich die Praxisgebühr – wie im Vorjahr auch schon im ersten Quartal – negativ auf die Zahl der Praxisbesuche aus. Darüber hinaus hatten nicht nur Zahnarztpraxen Probleme bei der Umsetzung der neuen Systematik sondern auch die Krankenkassen. Bis zu 6 Wochen dauerte die Genehmigung von Heil- und Kostenplänen durch die Krankenkassen. Ein viel zu langer Zeitraum, da notwendige Behandlungen nicht durchgeführt werden konnten. Mittlerweile hat sich der Genehmigungszeitraum auf gut drei Wochen und somit auf ein noch akzeptables Maß eingependelt.

Für Härtefälle gibt es wie bereits in den vergangenen Jahren auch die Regelversorgung im Zahnersatzbereich weiterhin umsonst. Patienten mit niedrigen Einkünften müssen also keine Angst vor zu hohen Zuzahlungskosten haben. Patienten, die eine gleich- oder andersartige Zahnersatzversorgung, also keine ausschließliche Regelversorgung wünschen, zahlen entsprechend mehr. Das war auch in den vergangenen Jahren so.

Vor der Einholung von Zweitmeinungen über das Internet sei von seiten der Kassenzahnärztlichen Vereinigung ausdrücklich gewarnt. Ein sogenannter „Marktplatz für Zahnarztleistungen“ offeriert Patienten, einen von ihrem Zahnarzt erstellten Heil- und Kostenplan von anderen Zahnärzten unterbieten zu lassen. Dabei entstände ein Plan zu günstigeren Kosten, ohne dass der Patient vom diesem Zahnarzt untersucht wurde. Wie der gesamte Mundgesundheitszustand des Patienten genau aussieht, entzieht sich dem mitbietenden Zahnarzt bei dem anonymen Verfahren zwangsläufig. Diese Versteigerungen von Gesundheitsleistungen können auf Dauer zu keinem Erfolg führen. Der Verlust einer auf Kontinuität und Vertrauen basierenden gewachsenen Beziehung zu seinem Zahnarzt kann für den Patienten erhebliche Probleme bei einer notwendigen Weiterbehandlung nach sich ziehen, denn der Zahngesundheitszustand ist als komplexes System zu berücksichtigen.

Für Rückfragen:

- Dr. Manfred Krohn, Öffentlichkeitsarbeit im Vorstand der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern, Bei der Marienkirche 24, 18055 Rostock,  0381 / 49 34 341, Fax: 0381 / 45 82 485, E-mail: dr.manfred.krohn@t-online.de

- Kerstin Abeln, Kassenzahnärztliche Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern, Wismarsche Straße 304, 19055 Schwerin,  0385 / 54 92 103, Fax: 0385 / 54 92 498, E-mail: oeffentlichkeitsarbeit@kzvmv.de




Startseite leer.gif (845 Byte) nach oben leer.gif (845 Byte)

KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 28.April 2005