Pressemitteilung der Zahnärztekammer M-V, der Kassenzahnärztlichen Vereinigung M-V und der Deutschen Angestellten Krankenkasse M-V

"Zahnärztlicher Kinderpass" wird in Mecklenburg-Vorpommern ab sofort auch von der DAK an ihre Versicherten verteilt - Weichenstellung für verbesserte Mundgesundheit unserer Kinder

Schwerin, 29.11.2005 –Gesunde Milchzähne sind Voraussetzung für ein gesundes Erwachsenengebiss. Sie sind entscheidend für die Kaufunktion, Platzhalter für die bleibenden Zähne und prägen ganz entscheidend die Entwicklung von Sprache, Mimik und Aussehen.

„Daher hat der von der Zahnärzteschaft in Mecklenburg-Vorpommern bereits im April 2004 eingeführte „Zahnärztliche Kinderpass“ eine immense Bedeutung für die Förderung der Mundgesundheit in unserem Bundesland“, so Dr. Dietmar Oesterreich, Präsident der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern. „Neueste bundesweite Studien belegen einerseits deutliche Erfolge, andererseits aber auch die dringende Notwendigkeit weiterer Aktivitäten insbesondere bei den Kleinkindern.“

„Verantwortungsbewusste Eltern bekommen mit dem „Zahnärztlichen Kinderpass“ ein probates Mittel in die Hand, die Zahn- und Mundgesundheit ihrer Sprösslinge nachhaltig zu schützen“, so Wolfgang Abeln, Vorstandsvorsitzender der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Mecklenburg-Vorpommern. Sabine Hansen, Leiterin des Vertragsbereiches der DAK M-V, bestätigt dieses und bot an, den „Zahnärztlichen Kinderpass“ ab sofort als erste Krankenkasse in Deutschland im Rahmen der Betreuung von Schwangeren diesen an die Hand zu geben.

Der „Zahnärztliche Kinderpass“ wird in Mecklenburg-Vorpommern außer über die mecklenburg-vorpommerschen Zahnärzte auch über die Frauen- und Kinderärzte unseres Landes herausgegeben. Bezüglich dieses in Deutschland völlig neuen Ansatzes der Verteilung verweist der Leiter der Schweriner Geschäftsstelle der DAK, Wolfgang Retzlaff, darauf: „Hiermit zeigt sich, dass die örtliche Zusammenarbeit in diesem zentralen Punkt der Prävention sehr gut funktioniert.“

Mundgesundheitsvorsorge sollte so früh wie möglich einsetzen, am besten schon während der Schwangerschaft. Karies ist eine Infektionskrankheit, deren Erreger durch den Speichel übertragen werden. Der "Zahnärztliche Kinderpass" sieht deshalb auch zwei Untersuchungen für die werdende Mutter vor, um das Übertragungsrisiko zu minimieren.
Für die Kinder selbst sind im Alter von einem halben Jahr bis sechs Jahren nach dem Kinderpass elf Vorsorgeuntersuchungen vorgesehen. Schritt für Schritt begleitet der Zahnarzt während dieser Zeit die gesunde Entwicklung des Kiefers und der Milchzähne. Altersgerechte Mundhygiene ist genauso ein Thema wie zahngesunde Ernährung und die Verabreichung von Fluoriden, die den Zahnschmelz widerstandsfähig gegen Kariesbefall machen.

Ein besonderer Anlass zur Einführung des Kinderpasses war und ist die Nuckelflaschenkaries, an der mittlerweile etwa 10% der Kleinkinder leiden. Die Informationen im Pass in Verbindung mit dem aufklärenden ärztlichen Gespräch können die Entstehung dieser schwerwiegenden Erkrankung vermeiden.

Auch das Thema Lutschgewohnheiten ist in den "Zahnärztlichen Kinderpass" aufgenommen worden. Lutschgewohnheiten können neben Schluckstörungen zu Zahnstellungsanomalien und zu zeitintensiven Zahnregulierungen in späteren Jahren führen. Zahnfehlstellungen können zudem auch Sprachstörungen, Kiefergelenksprobleme, Nackenverspannungen und sogar Verdauungsstörungen zur Folge haben.

Im Anschluss an die Untersuchungen nach dem „Zahnärztlichen Kinderpass“ hat der kleine Patient ab dem sechsten Lebensjahr Anspruch auf besondere von den gesetzlichen Krankenkassen getragene individuelle Vorsorgemaßnahmen in den Zahnarztpraxen. Verantwortungsbewusste Eltern nutzen diese halbjährlichen Vorsorgeleistungen für ihre Kinder und schaffen ihnen damit eine feste Grundlage für gesunde Zähne ein Leben lang.

Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren sind übrigens von der sogenannten "Praxisgebühr" befreit.
 


Für Rückfragen:

Dr. Dietmar Oesterreich
Präsident der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
Schultetusstr. 22
17153 Stavenhagen
Tel. 039954 / 22185 o. 01723810108

Dr. Holger Kraatz
Referent für Prophylaxe im Vorstand der Zahnärztekammer Mecklenburg-Vorpommern
Schulstr. 1a
18239 Satow
Tel. 038295 / 78291

Dr. Manfred Krohn
Öffentlichkeitsarbeit im Vorstand der KZV M-V
Wismarsche Straße 304
19055 Schwerin
Tel. 0385 – 54 92 103
Fax: 0385 / 54 92 499
E-mail: dr.m.krohn@kzvmv.de

Monika Ihlo
Referentin Zahnärzte bei der DAK
Tel. 0385 / 39 505 112
E-mail: monika.ihlo@dak.de



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