Gesetzliche Krankenversicherungen wollen Zusatzleistungen anbieten

Nach Vorbild der privaten Krankenversicherungen wollen mehrere gesetzliche Krankenversicherungen nach einer Änderung der rechtlichen Rahmenbedingungen des SGB V frei wählbare Zusatzleistungen wie Auslandskrankenschutz oder alternative Heilmethoden anbieten.

Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse, Norbert Klusen, forderte bei der Vorstellung eines Gutachtens zum Thema in Berlin Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) auf, den gesetzlichen Krankenkassen den Einstieg in das Zusatzgeschäft rechtlich zu ermöglichen. Das Gutachten wurde im Auftrag des Forums für Solidarität und Wettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung erstellt, in dem sich zwei Ersatzkassen und 14 Betriebskrankenkassen zusammengeschlossen hatten. Klusen sagte: „Aus Umfragen wissen wir, dass sich unsere Mitglieder einen Krankenversicherungsschutz aus einer Hand wünschen und bei ihrer Kasse auch die Zusatzleistungen versichern möchten.“ Demnach sind Zuwahlleistungen ökonomisch sinnvoll und rechtlich konfliktfrei.
Ob nur einzelne Krankenkassen oder ein Zusammenschluss mehrerer Kassen Zuwahlleistungen anbieten werden, sei noch völlig offen.

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) lehnte eine solche Konkurrenz durch die gesetzlichen Krankenkassen strikt ab. Der PKV-Verband in Köln erklärte, dass als Folge zu befürchten sei, dass die gesetzlichen Kassen mit ihrem „Adressenmonopol“ die privaten Krankenversicherungen in diesen Geschäftsfeldern vom Markt verdrängten.

(Quelle: KZV)


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KZV Mecklenburg-Vorpommern
Letzte Änderung: 09. January 2004